Preußischer Freundeskreis

Preußischer Freundeskreis

Literatur

Buchempfehlungen und Literaturhinweise des Preußischen Freundeskreises.

Über die Deutschen
Gordon A. Craig
C.H. Beck, 1982
Craig, Professor für deutsche Geschichte an den Universitäten Yale, Princeton und Stanford sowie Gastprofessor in Berlin gehörte zu den international versiertesten Kennern deutscher Geschichte. In seinem Buch führt er äußerst differenziert in die deutsche Kultur- und Geistesgeschichte ein und entwirft ein ausbalanciertes historisches Portrait über die Deutschen. Das Buch wurde erstmals 1982, also lange vor der Wiedervereinigung, vorgelegt und beeindruckt umso mehr mit seiner scharfen Analyse. Craig war Berlin-Liebhaber und Preußen-Kenner; auch wenn dieses Buch nicht explizit über Preußen handelt, liefert Craig diverse anderweitige Beschäftigungen mit dem Thema.
Die Renaissance des Carl von Clausewitz: Strategie für Entscheidungsträger im 21. Jahrhundert.
Lennart Souchon
Mittler / Maximilian Verlag, 2024
Die Literatur über Clausewitz und seine Theorien ist sehr vielseitig. In dem Buch von L. Souchon wird erstmalig eine für die Probleme in der heutigen Zeit verständliche Interpretation seiner Kernaussagen präsentiert, die weit über den häufig zitierten Satz „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ hinausreicht. So offeriert die dargestellte Clausewitz-Theorie eine Methodik, die komplexe Ereignisse bei großer Unsicherheit auf einfache Wesensmerkmale reduziert und dadurch Entscheidungen erleichtert. Sie zeigt wesentliche Leitlinien, um in der heftigsten Dynamik der Ereignisse klug zu analysieren sowie mutig zu handeln.
Namen, die keiner mehr nennt Ostpreußen - Menschen und Geschichte
Marion Gräfin Dönhoff
Eugen Diederichs Verlag, 1962
Marion Gräfin Dönhoffs Erinnerungsbuch über Ostpreußen ist seit seinem ersten Erscheinen zu einem Klassiker geworden. Es beeindruckte die Menschen durch die Unabhängigkeit des Denkens, löste Kontroversen aus - und bereitete die Ostpolitik Willy Brandts geistig mit vor.
Nachdenken über die deutsche Geschichte - Essays
Thomas Nipperdey
C.H. Beck, 1990
Thomas Nipperdey, als Historiker und Hochschullehrer u.a. mit Stationen in Göttingen, Berlin und zuletzt München legte mit diesem Band zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung eine Sammlung von 13 Essays vor, in denen auch viele preußische Bezüge vorkommen (so z.B. in "Preußen und die Universität") . Verschiedene Rezensionen heben hervor, dass die Essays zu den anregendsten Texten über den Charakter der deutschen Identität gehören.
Preußen: Aufstieg und Niedergang - 1600–1947
Christopher Clark
Deutsche Verlags-Anstalt, 2013
Der australische Historiker Christopher Clark prägte mit seinem Standardwerk „Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600–1947“ den modernen Blick auf den preußischen Staat. Er befreit das Thema von Mythen und zeigt eine vielschichtige Großmacht in allen ihren teils widersprüchlichen Facetten. Für seine Verdienste um die anglo-deutschen Beziehungen wurde Clark 2015 von Elisabeth II. zum Ritter geschlagen.
Preußens Weg nach Japan. Japan in Berichten von Mitgliedern der preußischen Ostasienexpedition 1860-61.
Holmer Stahncke
iudicium, 2000
Im Jahr 1860 reiste eine preußische Gesandtschaft unter der Leitung von Graf Friedrich zu Eulenburg nach Japan, um für die deutschen Staaten einen Handelsvertrag abzuschließen und Preußens innen- wie außenpolitischen Machtanspruch zu demonstrieren. Doch die Shogunatsregierung, die sich nach dem Ende der jahrhundertelangen Abschließungspolitik in einem Auflösungsprozeß befand, suchte die Verhandlungen aus taktischen Gründen hinauszuzögern. Aus den in der Zeit des Wartens verfaßten Briefen, Berichten und Tagebucheintragungen der Expeditionsmitglieder hat Holmer Stahncke eine Auswahl zusammengestellt und vor dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse kommentiert. Das Buch vermittelt nicht nur einen lebendigen Eindruck vom Japan in der Zeit des Umbruchs, es dokumentiert auch Vorurteile und Einschätzungen europäischer Fremdwahrnehmung in der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts.
Preußen, Geschichte eines Mythos.
Julius H. Schoeps
be.bra.verlag, 2001
Die Publikation ist ein Text-Bild-Band, der in Zusammenarbeit mit dem Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz entstanden ist und im "Preußenjahr" 2001 erschien. Elf Wortkapitel behandeln in chronologischer Reihenfolge brandenburgisch-preußische Geschichte und sind von opulenten Bild-Teilen unterbrochen. Damit ergeben sich produktive Wechselbeziehungen.
Die Preußen am Rhein: Burgen, Schlösser, Rheinromantik
Michael v. Preußen (Herausgeber)
Signé Lingen, 2011
Im Rahmen der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz präsentiert sich die Preußische Festung Ehrenbreitstein nach umfassender Renovierung als "Kultur-Festung" und auch Schloss Stolzenfels und die Lenné-Gärten erstrahlen in neuem Glanz. Auf lebendige und anschauliche Weise verschafft dieses Buch einen Überblick über die eindrucksvollen preußischen Bauten am Rhein. Die Entstehung, Funktion und Architektur der Kirchen, Schlösser, Burgen und Festungen, aber auch ausgewählter Industriedenkmäler werden vorgestellt. Spannende Geschichten und Legenden bringen den Lesern dieses einzigartige Kulturerbe nahe.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Rheinromantik un der Bezug zur preußischen Geschichte. Der Reiz dieser Epoche und des kulturellen Erbes eines vorwärtsdrängenden 19. Jahrhunderts haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren und ziehen jährlich unzählige Touristen in ihren Bann.
Preußen - Ein Essay. Reflexionen über einen Staat, der einer war.
Jörn Sack
edition bodoni, 2007
Jörn Sack zeichnet Preußen als ein Land, dem nahezu alle Resourcen für einen Aufstieg fehlten, der dennoch gelang und sieht im preußischen Entwicklungsmodell ein hochaktuelles Beispiel für Entwicklungsgebiete weltweit. Er betont die Notwendigkeit, dass ein Staat für einen solchen Erfolg stark und gerecht sein müsse und liefert dafür Begründungen. Großen Raum im Buch nimmt zudem die Frage nach dem (nicht unproblematischen) Nebeneinander von Staatlichkeit und Zivilgesellschaft ein.
Eine kleine Geschichte Preußens
Eberhard Straub
Siedler verlag, 2001
In der Tat ist dies nur eine Kurzdarstellung, aber Straub versteht es, schwierige Inhalte und Richtiges und Wichtiges knapp und pointiert auf den Punkt zu bringen. Verschiedentlich wird treffend dargelegt, wie weit Preußens Spuren in die Gegenwart reichen - dass es ohne preußische "Vorarbeit" das Land Nordrhein-Westfalen nicht gäbe, sei hier nur als ein Beispiel genannt.
Fontanes Havelland - Neue Wanderungen durch die Mark Brandenburg
Gabriele Radecke / Robert Rauh
BeBra Verlag, 2023
Was hätte Fontane erlebt, wenn er seine legendären »Wanderungen« heute unternommen hätte? Gabriele Radecke und Robert Rauh wollten es wissen und haben sich auf den Spuren des Dichters ins malerische Havelland begeben. Statt mit Kutsche und Bleistift reisen sie mit Navi und Laptop – im Gepäck nicht nur Fontanes Klassiker, sondern auch dessen unbekannte Skizzen und Notizen. So suchen sie in Marquardt Reste der geheimnisvollen Blauen Grotte, erzählen in Paretz vom Kult um Königin Luise, steigen in Wust in die legendäre Katte-Gruft und besichtigen in Glindow den historischen Ziegeleiofen, den schon Fontane beschrieben hat.
Preussische Stile - Ein Staat als Kunststück
Patrick Bahners / Gerd Roellecke (Hg.)
Klett-Cotta, 2001
Die Autoren des Bandes stellen Preußen in Politik, Religion, Recht, Kunst und Wissenschaft anschaulich dar. Sie erzählen nicht einfach preußische Geschichte, sondern suchen nach dem spezifisch Preußischen in berühmten Personen, bekannten Ereignissen und folgenreichen Entwicklungen, von der Krönung des Kirfürsten Friedrich III. von Brandenburh zum König Friedrich I. in Preußenam 18.01.1701 über das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 und dem Verfassungskonflikt 1862 bis zu seinem Theoretiker Carl Schmitt.
1701 - Sonne, Sterne und Krone
Olaf Thiede
2011
Geprägt durch seine Berufserfahrung im graphischen und künstlerischen Bereich schlüsselt der Autor und Künstler in diesem Buch die Vorgänge um die Königskrönung 1701 auf. Die Spuren der Symbolik und die Allegorien der Krönungsfeierlichkeiten übersetzt er in eine heute verständliche Sprache und versucht die emotionale Wahrnehmungvon Zeichen und Ritualen zu beschreiben. Zugleich führt er den Leser in die Kultur und Gefühlswelt des Barock mit ihrem beziehungsreichen Weltbils ein, zeigt dessen uralte Wurzeln und ebenso die Geschichte wissenschaftlicher Erkenntnis.
Preußen in Jerusalem (1800-1861)
Christiane Schütz
Gebr. Mann Verlag, 1988
Am 31. Oktober 1898 weiht Kaiser Wilhelm II. in Jerusalem die Erlöserkirche ein und erinnert damit an seinen Großonkel,an Preußens König Friedrich Wilhelm IV., der auf vielfältige Weise versucht hat, Interesse für Jerusalem in Preußen zu wecken und wachzuhalten. Christiane Schütz behandelt den Zeitraum von 1800 bis 1861, den Plan einer Kirche vor dem Heiligen Grabe in Jerusalem aus den Nachlass-Skizzen Schinkels und die Jerusalempläne Friedrich Wilhelms IV.
Preußische Profile
Sebastian Haffner und Wolfgang Venohr
Ullstein, 1986
Preußische Geschichte in lebendigen Portraits der heruasragenden Persönlichkeiten, die diesen Staat geprägt haben.